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Krieg der Pornosternchen: Lilly verlässt Big Brother 10

Mit Gina-Lisa Lohfink fuhr RTL II am heutigen Montag große Geschütze auf. Davon schien zumindest der Sender überzeugt zu sein. Nach ihrer Teilnahme an der Casting-Show „Germany’s Next Topmodel“, einigen eher fragwürdigen TV-Auftritten und (natürlich) einer Brustoperation verfügt die standesgemäß äußerst knapp bekleidete Blondine nun offenbar über alle Qualifikationen, die nötig sind, um, so Aleks Bechtel, als strahlendes Promi-Vorbild für die jetzige Bewohner-Generation zu gelten. Viel mehr als einen Aufruf gegen die nominierte Pornodarstellerin Lilly brachte die 23-Jährige im Studio dann jedoch nicht zustande und nahm stattdessen lieber dekorative Aufgaben wahr.
Zum schmückenden Beiwerk degradierte der Große Bruder auch die Bewohner Robert und Timo, die bereits wenige Minuten nach dem Beginn der Live-Sendung von der Nominierungsliste genommen wurden, was vor allem Robert mit großer Erleichterung aufnahm. Die beiden Verbliebenen Klaus und Lilly, mit denen Moderatorin Bechtel sogleich ein für das Format vermutlich überaus profitables Duell inszenierte, mussten weiter um ihren Platz im Haus bangen.
Die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, gönnte Big Brother den Unglücklichen jedoch nicht. 2500 Papierflieger hatten die Bewohner der TV-WG im Laufe der vergangen Woche gebastelt. Diese aufwändige Arbeit nun auch angemessen zu präsentieren war die Aufgabe von Robert, Daniel und Klaus, die jeweils ein „Kunststück“ vorzuführen hatten. Dabei lastete die Kohlsuppen-Diät, die im Falle des Scheiterns der gesamten Bewohnerschaft blühte, schwer auf ihren Schultern. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass alle Sorge unberechtigt war, da die drei Männer die simplen Spielereien problemlos bewältigten. So gelang es etwa Klaus, einen der Papierflieger per Wurf in der Mitte des Esstisches zu platzieren. Die erlösende Botschaft des Großen Bruders ließ nicht lange auf sich warten: Wochenaufgabe bestanden, Luxusessen gesichert.
Doch auch andere Annehmlichkeiten wie Zigaretten und Duschmarken waren, wie es zum allwöchentlichen Brauch dieser Staffel geworden ist, noch zu erobern. Auserkoren wurde dafür Jenny, die sich ganz allein und hochmotiviert auf das Matchfield begab, wo ein Parcours voller „Schlamm, Schweiß und Schmerzen“ auf sie wartete. Die fünf Stationen, die es innerhalb von drei Minuten und dreißig Sekunden zu überwinden galt, wirkten dabei nicht sonderlich einschüchternd. Auf einem Bobby-Car sollte die 27-Jährige zunächst mithilfe eines Seils eine Rampe überwinden. Dem folgten vier Kletterstangenwände moderater Höhe sowie ein Bad in „Schlotze“ (Wasser und Schaumstoff) und Mehl, eine Prozedur, die zwar wenig anstrengend, dafür aber umso demütigender gewesen sein dürfte. Nach einer „horizontalen Kletterwand“ (drei holperige Schritte nach links) musste sich Jenny einem Hindernis stellen, das sie dann doch überforderte. An einer Stange sollte sich die Hamburgerin ins Ziel hangeln, was ihr nicht so recht gelingen wollte. Völlig verzweifelt musste sie tatenlos zusehen, wie ihre Zeit ablief und damit alle Luxusgüter (Zigaretten, Alkohol, Duschmarken, ein Grillabend und Süßigkeiten) in weite Ferne rückten. Die enttäuschte Bewohnerin, die vollgesaut und traurig zurück in den Wohnbereich schlurfte, wurde dennoch von ihren nicht minder enttäuschten Mitbewohnern getröstet.

Im Studio begrüßte Aleksandra Bechtel derweil zusammen mit Gina-Lisa, die immer noch da war, die zwei neuen Bewohner, deren Einzug wir euch bereits angekündigt hatten. Neben dem 28-jährigen Gelegenheitsmodel René aus Hamburg, der 2001 zum „Ostdeutschen Meister im Bodybuilding“ ernannt wurde, will sich auch die leidenschaftliche Camperin Manuela, deren Hauptwohnsitz ein Wohnwagen ist, dem Projekt stellen. Beide Kandidaten versuchten dabei, möglichst unkonventionell zu wirken, René gab sogar an, alles zu hassen, was zu „normal“ sei. Die ehemalige Animateurin ließ dagegen Taten sprechen und purzelte barfuß ins Studio. Ob die beiden tatsächlich ein wenig frischen Wind ins Haus bringen oder lediglich heiße Luft produzierten, wovon eher auszugehen ist, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Sofern sie es solange in ihrem neuen disputfreudigen Milieu aushalten…
Dafür spricht, dass einer der zahlreichen Konfliktherde, nämlich der um Klaus und Lilly, heute erloschen ist. Das Ergebnis des Exit-Votings fiel erwartungsgemäß und überaus deutlich aus: 79,2 Prozent der Anrufer beförderten „das blonde Gift“ aus dem Haus. Der Abschied war tränenreich, sogar Klaus weinte. Allerdings vor Freude. In einer hochdramatischen (und, wie manche Kritiker meinen, ebenso albernen) Szene bedankte er sich bei den Zuschauern dafür, dass es doch noch „Gerechtigkeit“ gebe. Dass seine Mitbewohner diese Überzeugung teilen, ist wohl eher nicht zu erwarten. Streit ist also vorprogrammiert, zumal es nicht einmal die typischen Blitzableiter Zigaretten und Alkohol geben wird. Zum Abschied rief Aleksandra Bechtel die Zuschauer indes auf, ihren Lieblingsbewohner vor der Nominierung der nächsten Woche zu bewahren. Frau Lohfink war zu diesem Zeitpunkt übrigens immer noch da…

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