Header image
BB10 Archiv

Klaus musste nach actionreicher Liveshow das Haus verlassen

Niederlagen sind niemals erfreulich. Als besonders herbe Enttäuschungen entpuppen sich jedoch meist jene Exemplare davon, die uns erst dann erfassen, wenn der Sieg bereits zum Greifen nah schien. Einem der Nominierten (Manuela, Marc, Klaus, Anne) stand genau dieses Schicksal bevor. Sein Kampf um den Gewinn von Big Brother 10 sollte heute enden, genau eine Woche vor dem großen Finale. Für diesen besonderen Anlass hatte sich Moderatorin Aleksandra Bechtel einen Gast geladen, der diese Situation schon miterleben musste. Die Rede ist von Marcel Schiefelbein, der in der neunten Staffel als Zweiter gegen Gewinner Daniel ausschied und damit leer ausging. Die vier Nominierten, die natürlich nicht in diese Fußstapfen treten wollten, erhielten mehrere Möglichkeiten, die Gunst der Anrufer auf sich zu ziehen. Die Auflösung eines Lügendetektortests, der im Laufe der letzten Woche mit den Nominierten durchgeführt wurde, sollte zunächst zeigen, wie ehrlich diese sind. Im Großen und Ganzen konnten alle Bewohner hier überzeugen, obgleich auch die ein oder andere Lüge aufgedeckt wurde. So widersprach der Detektor Klaus, der angab, im Kampf um den Staffelsieg nicht rücksichtslos vorgegangen zu sein. Auch die Beteuerungen von Anne und Marc, sich nicht als Gewinner dieser Staffel zu sehen, entlarvte die Technik als Lüge. Durchaus kreativ waren jedoch einzelne Fragen, die den Bewohnern gestellt wurden. So wollte Big Brother wissen, ob Marc mehr als Freundschaft für Klaus empfinde – eine Frage, die Marc wahrheitsgemäß mit Nein beantwortete. Für die Anrufer dürfte diese Auflösung jedoch eher irrelevant gewesen sein, da sie kaum etwas offenbarte, das dem Zuschauer bislang verborgen blieb.
Moderatorin Bechtel entlastete im Anschluss Marc, der mit seinen 7,9 Prozent der Anrufe nicht mehr Gefahr lief, rausgewählt zu werden und so seinen Einzug ins Finale feierte.
Natascha, die der Große Bruder nach einer emotional belastenden Woche wieder aufbauen wollte, erhielt indes einen Brief ihrer „Big Mother“. Tröstende Worte und die zugesicherte Unterstützung der Familie verfehlten ihre Wirkung nicht: Die 26-Jährige schien spürbar erleichtert, prompt kullerten ein paar Freudentränen.
Auch für die Restnominierten Anne, Mauela und Klaus sollte es nun ein wenig feucht werden. Um sich vor den Zuschauern zu profilieren, war es an den drei Bewohnern zu beweisen, dass sie auch unter Druck konzentriert handeln können. Dafür musste jeder von ihnen auf einem Stuhl Platz nehmen, der auf dem Grund des Swimmingpools befestigt war. Ausgestattet mit Bleigürtel, Taucherbrille und Schnorchel galt es, unter Wasser eine dreißigstellige Zahl auswendig zu lernen, wofür zwei Minuten und dreißig Sekunden zur Verfügung standen. Die beiden Frauen waren hiermit jedoch offensichtlich überfordert: Während Annes Zahlenfolge nach zwei Ziffern einen Schnitzer enthielt, hatte sich der Fehlerteufel bei Manuela sogar schon an der ersten Stelle eingeschlichen. Klaus dagegen gelang es, immerhin zwölf Zahlen richtig zu erfassen. Das beeindruckte auch Ex-Bewohner Marcel, der an dieser Aufgabe wahrscheinlich ebenso kläglich gescheitert wäre wie Manuela und Anne.
Auf die Entscheidung der Zuschauer hatte das freilich kaum noch Einfluss, denn schon wenige Minuten nach dem mentalen Kräftemessen strich Moderatorin Bechtel den dritten Nominierten von der Liste: Lediglich 15,7 Prozent der Anrufer forderten den Auszug von Oma Anne.
Damit begann das „Psycho-Duell“ zwischen Klaus und Manuela, das Big Brother zunächst in Form eines Matches austragen ließ, in dem die Kontrahenten ihr Wissen über den anderen unter Beweis stellen sollten. Jeweils zehn Behauptungen zum Gegenüber waren zu beurteilen, unter denen sich auch frei erfundene verbargen. Für jede richtige Einschätzung konnte ein Punkt erworben werden. Hierbei kamen durchaus interessante Tatsachen ans Licht, so etwa Manuelas Wunsch, ihren Platz mit Paris Hilton zu tauschen oder Klaus‘ Angewohnheit, seine Freundinnen in der Kontaktliste seines Handys nach deren Wohnorten zu sortieren. Eine klare Entscheidung brachte die Spielerei aber nicht. Sowohl Manuela als auch Klaus gelang es, sieben Punkte zu erreichen. Dieser Gleichstand hatte jedoch keinerlei Konsequenzen, ging es doch nur darum, sich bei den Zuschauern in ein besseres Licht zu rücken.

Bedeutsamer, zumindest für die Kandidaten, war da die Präsentation der Wochenaufgabe, der großen „Bewohner-Stunt-Show“, die schon in ihrer Vorbereitung mit einigen Problemen behaftet war. Während Anne und Manuela bereits im Vorfeld ausschieden, mussten auch Timo und Klaus aufgrund von Verletzungen das Feld räumen, sodass nur Natascha und Marc an der Umsetzung beteiligt wurden. Das Ergebnis konnte sich nichtsdestotrotz sehen lassen. Mit Unterstützung eines professionellen Teams inszenierten die beiden Bewohner eine wilde Verfolgungsjagd, in deren Mittelpunkt natürlich ein großer Sack voll Geld stand. Die Belohnung für die überzeugende Darbietung folgte unverzüglich: Neben dem Üblichen (Zigaretten, Duschmarken, Alkohol) stellte der Große Bruder den Finalisten auch ein Beauty-Set und einen Wecksong nach Wahl (ein durchaus wunderlicher Gewinn) zur Verfügung.
Einer sollte jedoch nicht mehr in den Genuss kommen, diese Belohnungen auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. Mit 53,2 zu 46,8 Prozent war die heutige Exit-Entscheidung zwar knapp, aber doch recht deutlich. Der Name, den Big Brother dann nannte, verschlug jedoch zunächst allen Bewohnern die Sprache. Was kaum ein Beteiligter noch für möglich hielt, geschah in diesem Moment: Klaus musste das Haus verlassen. Die Gunst der Zuschauer, die den Pornodarsteller bislang nahezu souverän das Spiel bestimmen ließ, war erloschen, der Erotik-Admiral gestürzt. Dass dies nun ausgerechnet eine Woche vor dem großen Finale passierte, dürfte für den siegessicheren Reutlinger, dessen strategisches Vorgehen in den letzten Monaten sowohl auf Bewunderung als auch auf heftige Kritik stieß, ein besonders harter Schlag gewesen sein. Während sich Manuela hysterisch über ihren Einzug ins Finale freute und die anderen Bewohner noch mit ihrer Erschütterung zu kämpfen hatten, zeichnete sich im Studio eine unangenehme Situation ab, zumindest für Aleksandra Bechtel. Die hatte nämlich sichtlich Mühe damit, die Reaktion des aufgebrachten Publikums wegzulächeln, das sich wenig begeistert von der Entscheidung der Anrufer zeigte. Da konnte auch der schicke schwarze Flitzer nicht zur Deeskalation beitragen, hinter dem sich die blonde Moderatorin zu verstecken suchte. Den fünf Finalisten Marc, Anne, Natascha, Timo und Manuela dürfte das freilich egal sein. Ihnen steht nun die letzte Woche im Haus bevor, die sicherlich noch mit zahlreichen Überraschungen aufwarten wird. Und wir sorgen hier auf BBfun.de natürlich dafür, dass ihr keine davon verpasst.

Gefällt dir der Artikel? Teile ihn in den sozialen Netzwerken!



Mehr zu diesem Thema

Deine Meinung zählt!

Kommentare auf Facebook



Kein Facebook-Account? Dann besuche unser Forum und kommentiere diese Story auch ohne Anmeldung!

Es gibt  0 Kommentare // Schreibe einen Kommentar im BBfun-Forum.