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Carlos raus, zwei neue rein


„Ich mache doch nicht mit in der peinlichen Klaus-Show“ – Jessicas Aussage, der ihre Mitbewohnerinnen Cora und Sabrina wohl eifrig beigepflichtet hätten, markierte den Beginn der heutigen Entscheidungsshow und leitete auch gleich ihr zentrales Thema ein: das Duell zwischen Carlos und Klaus. Dass die Nominierungsliste eigentlich vier Namen umfasste, schien nur eine lästige Formalität zu sein, derer sich Aleks Bechtel, die wie immer unter großem Applaus ins Studio einzog, auch sogleich entledigte: Die beiden anderen Nominierten Kristina und Uwe, den nicht einmal zwei Prozent der Anrufer aus dem Haus stoßen wollten, wurden von den Zuschauern verschont und von der Liste genommen (der Große Bruder ließ sie jedoch bis zum Ende der Show mitzittern). Damit waren nur noch Klaus und Carlos auf der Abschussliste – das Duell konnte beginnen.
Für zwei andere Bewohner nahm der Abend unterdessen Formen an, die den zahlreichen Anpreisungen der Härte dieser Staffel endlich alle Ehre machten: Tobias und Daniel, normalerweise ein Herz und eine Seele, lieferten sich auf dem Matchfield ein aufreibendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Match verlangte beiden einiges ab: Laufen, Rennen, Klettern, Kriechen, Tauchen, Ziehen und Zerren, Hangeln und Hoppeln – alles war dabei. Ziel war die Überwindung von fünf Stationen und das Einsammeln einer entsprechenden Zahl goldener Schlüssel, die, wie mittlerweile bekannt sein dürfte, jeweils einen „Luxusgegenstand“ zum Gegenwert hatten. Für die Bewältigung des Power-Parcours standen beiden Bewohnern drei Minuten und 30 Sekunden zur Verfügung. Sowohl Daniel als auch Tobias schafften es, alle fünf Schlüssel zu ergattern (ein Staffelrekord), doch Daniel war schneller. Folgende fünf Belohnungen erspielte er damit für die Gruppe: Eine Wochenration Zigaretten, Alkohol, Duschmarken, eine Espresso-Maschine mit Kaffee und einen Besuchsgutschein, der es einem von Daniels Bekannten und Verwandten ermöglicht, ihn „in naher Zukunft“ im Haus zu treffen.
Mit Besuch hatte sich derweil auch Moderatorin Aleks auseinanderzusetzen. Erika Berger, interessanterweise ein Stammgast dieser Staffel, sollte sich über die gespannte Situation im Haus äußern. Schmeichelhafte Worte fand die Hobby-Psychologin dabei für keinen der Nominierten: Während Carlos ein Weichei sei, dem es an einer eigenen Persönlichkeit mangele, sei Klaus nicht nur frauenfeindlich, sondern zerstöre mit seiner negativen Art die Gruppe. Mit Harmonie sei aber auch dann nicht zu rechnen, wenn Klaus das Haus zu verlassen hätte. Der Flirtfeindlichkeit, die die Stimmung im Haus kennzeichne, könne man nur mit neuem Bewohnermaterial beikommen.
Und dieses stand auch schon bereit: Jürgen, der oft vorverurteilte Türsteher mit dem weichen Herzen und der harten Kindheit, sowie Anne, die in der Regel handelt, bevor sie denkt, und im Haus die Konfrontation mit ihrem Alter Ego sucht, sollten noch heute Abend die TV-WG beziehen.

Zuvor war es aber an Erika Berger, ihre neue Funktion einzunehmen: Die brodelnde Stimmung im Publikum, an deren Aufkommen Big Brother freilich fleißig mitgearbeitet hat, veranlasste die Macher nämlich dazu, den Exit-Kandidaten gar nicht mehr ins Studio zu holen, um, so kann man vermuten, ihn keiner potentiellen Gefahr auszusetzen. Frau Berger nahm daher vor dem Ausgang ihre Stellung ein, wo sie den rausgewählten Bewohner in Empfang nehmen sollte.
Nun war auch die Stunde der neuen Kandidaten gekommen, die als „die Schöne und das Biest“ (womit Aleks nun selbst die Vorurteile schürte, die der Türsteher beklagt hatte) Einzug hielten. Von angespannter Stimmung konnte dabei allerdings keine Rede mehr sein, die Neuen wurden mit aller Freundlichkeit aufgenommen. Ob das an ihnen oder dem mitgebrachten Bierkasten lag, sei dahingestellt.
Die Freude sollte jedoch nur kurz währen: Der Höhepunkt der Show, die Auswertung des Exit-Votings war gekommen. Mit einer überragenden Mehrheit von über 80 Prozent sprachen sich die Anrufer für den Auszug von Carlos aus, der sich darüber paradoxerweise fast genau so freute wie der lauthals jubelnde, nackig über die Möbel hüpfende Klaus. Bei der Verabschiedung von den Frauen flossen dann doch ein paar bittere Tränen, die mit wenig Einsicht verknüpft waren: An Sabrina appellierte er, sich nicht „von so einem“ runterziehen zu lassen. Ob da nicht ein paar mildernde Worte angebracht gewesen wären? Welche Folgen wird Carlos‘ Auszug für die Gemeinschaft haben? Wird es vielleicht gar weitere (freiwillige) Auszüge geben? BBfun.de behält das für euch im Auge und berichtet über alle wichtigen Ereignisse im Haus.

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