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Buchtipp: Tod im Container

Tod im Container. Dass dies noch Fiktion ist, wundert sicher so machen Zuchauer angesichts immer wiederkehrender Streitereien während zehn Big Brother-Staffeln. So dachte wohl auch Gero Pfeiffer und schrieb einen Krimi zum Thema Reality-Shows. Die Idee ist faszinierend: Ein Bewohner wird morgens erstochen in seinem Bett aufgefunden. Bei dutzenden Kameras im Container eigentlich ein leichtes für die Polizei, den Mord aufzuklären – sollte man denken.

Tod im Container von Gero PfeifferZum Inhalt:
Es ist der Container der neuesten MyWorld-Staffel, in der sich die zwölf Kandidaten unter ständiger Beobachtung von Kameras befinden und um ihren Verbleib im Haus kämpfen – eigentlich ein Ort, an dem ein Verbrechen nicht unentdeckt begangen werden kann.
Doch nun erschüttert ein Mord die Fangemeinde. Nach einer wilden und alkoholreichen Party unter den Bewohnern wird der Fitnesstrainer Marcel erstochen in seinem Bett gefunden – ermordet vor laufenden Kameras.
Der Täter müsste eigentlich auf Grund der lückenlosen Überwachung schnell gefasst sein und so sehen Hauptkommissar Kroeger und sein Assistent zunächst kein Problem in der Auflösung des Falls. Doch nach der Analyse der Aufzeichnungen findet sich kein Hinweis auf den Täter. Stattdessen wird der Kreis der Verdächtigen immer größer und Motive für den Mord gibt es genug. Marcel, der selbstbewusste Mädchenschwarm, hat sich mehr Feinde als Freunde gemacht – sowohl unter den Bewohnern, als auch außerhalb des Hauses. Bei der Sichtung der Aufnahmen stoßen die Ermittler auf ein Netz aus Intrigen, Verrat, Eifersucht, gnadenlose Selbstüberschätzung und Geltungssucht. Haben am Ende Marcels erotische Eskapaden im Container oder seine provokante Art ihm den Kopf gekostet? Oder liegen die Hintergründe des Verbrechens ganz woanders und der Fitnesstrainer wurde Opfer seiner zweifelhaften Prominenz?
Zusammen mit Hauptkommissar Kroeger begibt sich der Leser auf die rätselhafte Jagd nach einem Täter, dessen Identität längst entdeckt sein müsste und den doch niemand kennt – dabei tritt Überraschendes zutage …

Kritik:
Das Buch gewährt einen spannenden, aber humorvollen Einblick hinter die Kulissen der Fernsehshow, aber auch in die Köpfe der Bewohner. Obwohl es sich um das Erstlingswerk von Gero Pfeiffer handelt, liest sich „Tod im Container“ von Anfang bis Ende sehr flüssig und schlüssig. Man merkt: Der Autor kennt die Reality-TV-Szene. Die Charaktere sind blitzsauber ausgearbeitet, so lassen viele Wesenszüge und Äußerlichkeiten an aktuelle und ehemalige Big Brother-Bewohner erinnern. Schnell liest man sich in den Roman hinein und merkt irgendwann, dass man nicht Big Brother schaut, sondern liest.
Kurzum: „Tod im Container“ ist die Pflichtlektüre für jeden Big Brother-Schauer.

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