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BBfun-Sprechzimmer

Großer Bruder, alter Schwede – die BBfun-Kolumne (XII)

Quo vadis, magnus frater? Was ist los mit Big Brother? Irgendwie ist die Luft gerade ein bisschen raus in dieser Staffel. Auch die Quoten der Live-Show am Montag waren nicht gerade prickelnd. Zugegeben, das Matsch-Match war zwar super-simpel aber auch unglaublich unterhaltsam, aber die „Stunde der Wahrheit“ und die öffentlich gemachten Nominierungsgründe hatten leider nicht die gewünschte Wirkung, nämlich einen Mörder-Zoff im Haus auszulösen. Aber wie es aussieht, hat Benson schon ihr Silikon verschossen und Cosimo ist, seit er das Finalticket hat, sowieso unsichtbar geworden. Warum kann ihm das keiner endlich abnehmen? Es gibt doch genug bekannte Secrets. Bei Jasmin war es eine Todsünde, jemanden zu buzzern, dessen Geheimnis man kennt, aber beim „Checker“ ist es okay. Dabei hätte ich sooo gerne den „Clash of the Titans“ Cosimo vs. Benson gesehen.
Aber außer Benson bringt auch keiner der anderen Neuen wirklich etwas für’s Haus. Benny nervt einfach nur mit seinem Gejaule, Leon ist zwar souverän aber zu ruhig und von Jaquelina kriegt man nichts mit, außer, dass sie uns immerhin den einzigen (weiblichen) Nippel-Blitzer in dieser Staffel beschert hat. Und über Alex hüllen wir lieber ganz den Metal-Mantel des Schweigens. Solche Typen hab ich so was von gefressen! Zwei Wochen lang T-Shirts mit dem Namen seiner Band in die Kamera halten, dann was von Bauchschmerzen jammern und dann packen und ab nach Wacken. Grrrrrr.
Aber zurück zu den Bewohnern im Haus. Irgendwie will sich bei denen nicht das Big Brother-Gefühl einer Daily Soap ohne Drehbuch und mit echten Menschen einstellen. Und von Pärchenbildung sind wir diesmal noch weiter weg als letzte Staffel, als ein gewisser Ex-Hooligan und seine verblendeten Fans jede zarte Bande im Keim erstickten. Aber woran liegt das? Eine Theorie ist, dass es eben kaum noch „Typen von Nebenan“ gibt, die bisher mit Fernsehen noch nichts am Hut hatten. Wahrscheinlich gibt es schon rein demographisch gar keine BB-Bewerber mehr, die nicht schon in irgendeiner Doku-Scripted-Reality-Soap-Casting-Boulevard-Show-Serie mitgemacht haben. Dabei sind sie zu bekannt, um als „normale“ Leute zu gelten, aber zu unwichtig, um als richtige Promis durchzukommen.
Und diese Leute glauben jetzt, durch Big Brother diese „Karriere“ wiederzubeleben. Es tut mir fast physisch weh, das zu schreiben, aber Cosimo ist wohl der EINZIGSTE im Haus, der nur annähernd etwas wie eine „Karriere“ hatte bzw. hat. Dass die nur darin besteht, durch irgendwelche Bauerndiscos zu tingeln und sich von Bushido verarschen zu lassen, steht auf einem anderen Blatt.
Tja, normale Menschen kriegen die Endemol-Leute wohl nur noch nachts im Park mit dem Betäubungsgewehr. Schade eigentlich, denn ich denke gerne z.B. an die Beziehungs-Aufs und –Abs von Franzi und Marc (BBV), Marco und Betty (BBVI) oder Sava und Hella (BB IV) zurück. Mit Liebe, Sex und Streit und alles, was zum echten Leben dazu gehört.
Versteht mich nicht falsch, diese Staffel hat genug Unterhaltungswert zu bieten. Es gab jede Menge Fun (Cosimos Insekten-Phobie ist für mich jetzt schon ein Alltime-Highlight der BB-Historie), genug Drama (allein mit den Tränen der weiblichen Bewohner könnte man den Whirlpool füllen) und mehr Beef, als Burger King in einem Monat verkauft. Und der große Bruder wird gewiss für den Verlängerungsmonat noch mal tief in die Trickkiste greifen, damit uns nicht langweilig wird. Aber so wie früher, so wird´s wohl nie wieder. (Seufz)
Euer Schwede

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