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Ex-Bewohner

Steuerstreit: Sascha Sirtl will bis vor’s Bundesverfassungsgericht!

Er war einer der beliebtesten Bewohner der fünften Big Brother-Staffel – am Ende sogar der beliebteste und kassierte für seinen einjährigen Container-Aufenthalt auf einen Schlag 1.000.000 Euro: Sascha Sirtl.
Glücklich wurde das Männermodel, das später als Moderator Arbeit fand, jedoch nicht. Zwar konnte der BB5-Teilnehmer seiner Mutter ein Haus kaufen, doch die Konten waren schnell gesperrt. Der Grund: Das örtliche Finanzamt entschied, dass die Teilnahme an Big Brother Arbeit ist und somit Steuern fällig werden (BBfun berichtete).
Sascha klagte sich durch die Instanzen und argumentierte, dass er keinen Arbeitsvertrag hätte und das Preisgeld somit auch kein Verdienst sein könne. Das sah dann sogar der Bundesfinanzhof anders – auch dort war man der Meinung: Die Teilnahme an einer solchen TV-Show kommt einem Arbeitsverhältnis gleich, wird entsprechend vergütet und muss daher auch versteuert werden.

Doch der BB-Schönling will nicht aufgeben. Zusammen mit seinem Anwalt will Sascha sich nun bis vor das Bundesverfassungsgericht klagen. Der Grund: Inzwischen sind durch laufende Zinsen aus 430.000 Euro Finanzschuld mehr als 600.000 Euro geworden, die er gar nicht mehr hat. Sascha hofft nun auf eine Grundsatzentscheidung. Dass die Chancen nicht besonders gut stehen, betont Hans-Ulrich Liebern vom Bund der Steuerzahler gegenüber „volle kanne„. Er meint, die Erfolgsaussichten seien „ganz minimal“, und lägen bei „vielleicht 10 Prozent“.

Fraglich, warum Sascha weitere Prozess- und Anwaltskosten auf sich nimmt und nicht einzusehen vermag, dass die Grauzone, in der zuvor Geldgewinne von Realityshows ausgezahlt wurden, nunmehr zu einer lukrativen Einnahmequelle des Staates geworden ist. Ob sich das Bundesverfassungsgericht gegen geltende Rechtsbestimmungen stellen wird? BBfun wird euch darüber informieren.

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